Von der Pflanze in die Tasse

Teekanne - Ostfriesland Tee Teeverarbeitung
Tee wird - im Gegensatz zu Kaffee - bereits auf den Plantagen im Ursprungsland aufbereitet und als genußfertiger Tee exportiert, da die Teeblätter nicht lange haltbar sind und aufwendig verarbeitet werden müssen.

Die orthodoxe Methode
Die herkömmliche Methode, die jede gewünschte Art von Blattgraden liefert. Der Tee durchläuft folgende Arbeitsvorgänge:

Welken
Zum Welken werden die Teeblätter auf Trockengestellen flach ausgebreitet, damit sie einen Teil ihrer Feuchtigkeit verlieren. Durch den Einsatz von Ventilatoren wird der Welk-Prozeß beschleunigt. Er dauert ca. 8-12 Stunden. Das Welken ist außerordentlich wichtig, weil die Blätter dabei Feuchtigkeit verlieren, (etwa 30-40% des Frischgewichtes) erschlaffen, weich und geschmeidig werden. Ist dieses Stadium erreicht, werden die Blätter gerollt.

Rollen
Beim Rollen werden die Zellwände der Blattzellen aufgebrochen, so daß der Zellsaft mit dem Sauerstoff in Verbindung kommt. Die Blätter liegen zwischen einer starren Unterlage und einem darüber kreisenden Zylinder. Das langsame Verringern des Abstandes zwischen Zylinder und Unterlage übt Druck auf das Blattgut aus, die Zellflüssigkeit tritt aus und wird nach einiger Zeit von der Blattmasse wieder aufgesogen.

Der erste Rollvorgang dauert 30 Minuten. Danach werden feine Blatteile und abgebrochene Blattspitzen im Rollbecher, einer Sortiermaschine mit Schüttelsieben, ausgesiebt und kommen sofort zur Fermentation. Sie bilden den "first dhool". Nach dem zweiten Rollen von 30 Minuten wird der "second dhool" ausgesiebt.

Der Rest der gröberen Blätter, die später geschnitten werden, wird noch einmal 30 Minuten gerollt. Es ist der "third dhool".

Dieser hat gewöhnlich durch das dreifache Rollen und die damit einsetzende Fermentation bereits eine tiefe Kupferfarbe und auch den typischen Geruch des fermentierten Tees, so daß er die eigentliche Fermentation nicht mehr zu durchlaufen braucht und sofort zum Trocknen kommt.

Je höher der Anteil des first dhool ist, desto besser ist der Ertrag und damit die Qualität des Tees. Bei gepflegten Teegärten erhält man etwa zu 50% diesen begehrten first dhool..

Fermentieren
Die Fermentation ist ein Oxydations- und Gärungsprozeß des beim Rollen austretenden Zellsaftes. Dieser Prozeß dauert insgesamt zwei bis drei Stunden. Die Blätter werden in großen Wannen oder auf Tischen ausgebreitet. Um die Oxydation zu fördern, wird der Raum häufig zusätzlich mit Wasser befeuchtet. Der Teamaker prüft ständig den Stand der Oxydation, wobei vor allem der Geruch des feuchten Blattes eine entscheidende Rolle spielt. Wenn die Fermentation ihren Höhepunkt erreicht hat, indiziert durch Geruch und kupferrote Farbe des feuchten Blattes, erfolgt das Trocknen. Von der richtigen und sorgfältigen Fermentation hängt die Qualität des fertigen Tees in hohem Maße ab.

Trocknen
In sogenannten "Etagentrocknern" wird der Tee auf einem Metall-Laufband durch Heißluft getrocknet (bei 85-88°C). Hierbei wird dem Tee die restliche Feuchtigkeit entzogen. Langsam wird der Tee immer dunkler

Sieben / Sortieren
Nach dem Trocknen läuft der Tee über Schüttelsiebe, die nach verschiedenen Blattgraden sortieren. Es entstehen also in einem Arbeitsprozess auf der Plantage aus einer Pflückung sowohl grobblättriger als auch fein blättriger Tee.

Mit freundlicher Unterstützung der Firma Teekanne

Bildquelle: Ostfriesland-Abisz - Copyright


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