Die Geschichte des Tees - Teil 1
Entdeckung des Tees
Der Ursprung des Tees liegt in China, wo die ersten wildwachsenden Teesträucher gefunden wurden. Doch vieles über seine Entdeckung ist nicht genau geklärt und so enstanden einige Legenden über die Geburt des Tees. In China z.B. erzählt man sich vom Kaiser Shen-Nung: Dieser trank stets nur abgekochtes Wasser und eines Tages wehte der Wind ein Teeblatt in das noch heiße Trinkwasser, als er unter einem Teebaum saß. Da ihm das Getränk sehr gut schmeckte und er außerdem von der erfrischenden und belebenden Wirkung begeistert war, soll er das neu entdeckte Getränk von nun an täglich genossen haben.

In Indien existiert die Legende vom Königssohn Bodhidharma. Verärgert über seine Willensschwäche soll er sich die Augenlider abgeschnitten haben, da er bei seinen Meditationen mit den Zen-Mönchen immer einschlief. Die Augenlider schlugen Wurzeln, und daraus wuchs eine Pflanze, deren Blätter ihn belebten und ihm Kraft schenkten.

Als gesichert gilt jedoch, daß schon zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. in China der Tee vor allem als Medizin und Stärkungsmittel verabreicht wurde, denn die ersten schriftlichen Teekanne - Ostfriesland Tee Erwähnungen sind in dieser Zeit zu finden. Die Nachfrage war groß und die Beliebtheit stieg so stark an, daß immer mehr Teeplantagen angelegt wurden. Der Tee kam als Genußmittel in Mode und es wurde schon damals zur Sitte, seinen Gästen Tee anzubieten. Doch erst zur Zeit der Ming-Dynastie (1368-1644) entstand die Art der Aufbrühung des Tees wie sie heute noch gebräuchlich ist.

Von China aus hielt der Tee Einzug in Japan. Vermutlich ist er durch buddhistische Mönche aus China mitgebracht worden und sie begannen im Jahre 801 v. Chr. Tee in ihren Klostergärten anzubauen. Schon bald entwickelte sich ein wahrer Teekult und in den Zen-Klöstern entstand die Teezeremonie, da nach Ansicht der Meister auch die Teezubereitung eine gute Übung auf dem Weg zur Erleuchtung sein konnte. Diese Teezeremonie wurde dann später vom Adel als Modeerscheinung aufgenommen und breitete sich im 16. Jahrhundert rasch aus. Im allgemeinen erfährt der Tee große Verehrung und spielt eine wichtige Rolle im täglichen Leben.

Tee in Europa
Nach Europa gelangte der Tee Anfang des 17. Jahrhunderts. Die ersten Schiffsladungen trafen in Holland ein und die Holländer waren über 50 Jahre lang die einzigen Teeimporteure in ganz Europa. Von dort aus verbreitete sich der Tee schließlich in ganz Europa. Die zunächst leidenschaftlichen Kaffeetrinker in England standen dem neuen Getränk anfangs sehr skeptisch gegenüber und akzeptierten es zu Beginn nur als Heilmittel. Doch die portugiesische Prinzessin Katharina von Braganza war es, die dem Tee zu seiner Popularität in England verhalf, indem sie ihrem zukünftigen Gemahl, König Charles II., eine große Dose Tee schenkte.

Im Jahr 1669 begannen die Engländer selbst, Tee zu importieren, und sie errangen bald das Handelsmonopol mit der gegründeten "East India Company", das sich bis zum Jahr 1833 hielt. Den Engländern war natürlich sehr daran gelegen, ihre Abhängigkeit von chinesischen Händlern zu beenden. Durch Pflanzversuche in ihren Kolonien fanden sie heraus, daß ein Teeanbau auch in Indien möglich ist. Doch das Wissen um die Herstellung von Tee aus den grünen Blättern den Teestrauches fehlte. Der britische Botaniker Robert Fortune ist wohl als erster "Industriespion" zu bezeichnen, denn er war es, der als chinesischer Kaufmann verkleidet die Anbau- und Fabrikationsmethoden der Chinesen in Erfahrung brachte und das Wissen den Engländern übermittelte. England dehnte den Teeanbau auf zahlreiche seiner Kolonien aus, doch wurde dort im Gegensatz zu China fast ausschließlich schwarzer Tee produziert, der dem Geschmack der Europäer mehr zusagte als der in China übliche Grüntee.

Von England aus erreichte der Tee schließlich auch Amerika und als bekanntestes Ereignis dort im Zusammenhang mit Tee ist die "Boston tea party" zu erwähnen. Der Streit um die Besteuerung des Tees durch die Engländer hat die Unabhängigkeitsbewegung entscheidend beschleunigt und schließlich dazu geführt, daß die Amerikaner heute eine Nation von Kaffeetrinkern sind.

Trotz der momentan immer größer werdenden Beliebtheit von Tee in Deutschland ist der Kaffeekonsum ca. achtmal so hoch wie der Teeverbrauch. Allein die Ostfriesen haben einen überdurchschnittlich hohen Teekonsum. Während der schwarze Tee von Beginn an führend war, erfreut sich hierzulande nun insbesondere grüner Tee einer immer größer werdenen Beliebtheit.

Bildquelle: Ostfriesland-Abisz - Copyright


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