Informationen über den "Bastard" in Westoverledingen-Völlenerfehn

Informationen

Ursprünglich wurde die Mühle 1814 als Wallholländer erbaut. Bei dieser in Ostfriesland selten anzutreffenden Form des Erdholländers (Pullen-Mühle) liegt das Untergeschoß in einem aufgeschütteten Erdwall.

Die Mühle diente anfangs nur der Herstellung von Futterschrot, Graupen und Weizenmehl. Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde ein Motor eingebaut um auch bei Windstille den Betrieb weiterführen zu können. Durch mehrere Treffer im Kriegsjahr 1945 wurde die Mühle derart beschädigt, dass die Flügel abgenommen werden mußten.

1958 wurde der Erdwall abgetragen und eine abgängige Wasserschöpfmühle aus Riepsterhammrich auf den Achtkant gesetzt, so daß es sich eigentlich um zwei übereinandergestapelte Mühlen handelt (Bastard-Mühle). Der letzte Müller war B.A. Goldenstein, der die Mühle 1954 erwarb und bis 1964 mit Wind betrieb.

Die "Bastard-Mühle" wurde im Dezember 2009 von der Familie Küppers verkauft und ist mittlerweile abgebaut. Stehengeblieben ist lediglich der untere Teil der Mühle, der Wall-Holländer.

In einem Interview sagt der Vorsitzende der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen, Rüdiger Heßling: "jetzt sei es Sache der Dorfgemeinschaft, aus dem Mühlenrest etwas zu machen". Nun bleibt es abzuwarten was die Zeit bringt und ob sich irgendwann in Völlenerfehn wieder die Flügel drehen werden.

Update: Die Windmühle "Der Bastard" in Völlenerfehn (Westoverledingen) wurde mittlerweile leider komplett abgerissen! Ansichten der Mühle aus "alten Tagen"

Kontakt:




Lage:

26810 Westoverledingen-Völlenerfehn

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Fotos der Mühle Völlenerfehn
("Der Bastard")



Foto: Ingrid Schmitt
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