Informationen über den "Leuchtturm Emden Westmole" - Emden

Informationen

Im Jahre 1899 wurde die heutige Westmole des Emder Außenhafens erbaut, die heute zum öffentlich nicht zugängigen Werksbereich der dort ansässigen Industrie gehört. Zwei Jahre später entstand auf dem Molenkopf ein Leuchtturm als Molenfeuer, der aus größerer Entfernung bereits die Einfahrt in den Hafen markieren sollte. Hierfür wurde ein drei Meter hoher Sandsteinsockel erreicht, auf dem der aus achteckige, eiserne Turm aufgesetzt wurde. Das Licht wurde vermutlich schon immer elektrisch betrieben.

Das Bauwerk entwickelte sich rasch zu einem Wahrzeichen der Stadt. Das war den Kriegsstrategen im Jahre 1944 allerdings egal: Der Turm wurde abgebaut, als zur Hafenverteidigung ein freies Schussfeld benötigt wurde. Im Herbst 1946 wurde das Molenfeuer allerdings wieder an Ort und Stelle montiert.

Bei einer Grundüberholung des Leuchtturms 1982 wurde dieser erheblich umgebaut. Das Laternenhaus wurde abgenommen und durch ein neues mit abgeschrägten Fenstern ersetzt. Die bislang vorhandene Lichtquelle wurde durch eine Einheitsleuchte mit 40 W-Birne ersetzt, außerdem strahlen Außenleuchten nun den Turmschaft selbst an. Der Leuchtturm wurde zudem mit einem besonders auffälligen hellroten Signalanstrich versehen.

Das alte Laternenhaus wurde damit überflüssig, fand aber in der Emder Innenstadt eine neue Heimat: Am Falderndelft bzw. Roten Siel dient das Häuschen nun als Bedienungsstand für eine Drehbrücke im Zuge der Friedrich-Ebert-Straße.

War er jahrelang auf öffentlichen Wegen gut zugänglich, so gehörte das Gelände bald zum Werksbereich der automobilverladenden Industrie und lässt sich nicht mehr ohne spezielle Genehmigung betreten. Von den Fähren zur Insel Borkum lässt sich das fotogene Bauwerk allerdings auch weiterhin sehr gut aufnehmen. Es soll in Emden allerdings Bestrebungen geben, den Weg zum Leuchtturm wieder zu öffnen. Hier heißt es aber erst einmal: Abwarten!

Danke: Malte Werning - Leuchttuerme.net


Leuchtturm Emden Westmole


Quelle: Malte Werning



Foto: Malte Werning


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